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Welche Kampfsportart zur Selbstverteidigung?

IMG_4127Selbstverteidigung – Welche Kampfsportart eignet sich hierfür am Besten?
 
Die Liste von Kampfsportarten ist schier endlos. Doch welche eignet sich am Besten zur Selbstverteidigung auf der Straße, der Schule oder im Nachtleben? 
Diese Frage lässt sich am Besten mit dem “SAID”-Prinzip erklären.
“SAID” ist der englische Begriff für “Specific Adaptations to Imposed Demand”.
Einfach ausgedrückt bedeutet es, dass ich genau in dem besser werde, was ich trainiere.
Wenn ich also Boxen trainiere, lerne ich schnell und hart mit den Fäusten zu schlagen.
Wenn ich Judo trainiere, lerne ich blitzschnell Würfe auszuführen.
Wenn ich MMA trainiere, werde ich ein gefährlicher Fighter.
 
Analysiert man eine Selbstverteidigungssituation, erkennt man, dass u.a. folgende Aspekte berücksichtigt werden müssen:
 
Der Verteidiger muss in einer Stresssituation eine korrekte Handlungsentscheidung treffen.
Der Verteidiger ist häufig unvorbereitet .
Der Verteidiger weiß nicht, auf welche Weise er attackiert wird.
Der Verteidiger muss über eine angemessene mentale Stärke verfügen.
Die Technik muss unmittelbar, ohne großes Überlegen, abgerufen werden können.
Die Technik darf nicht von äußeren Rahmenbedingungen abhängig sein (z.B. einem Anzug für bestimmte Würfe) oder durch äußere Rahmenbedingungen limitiert sein (z.B. durch eine enge Jeans für Kicks).
Es ist möglich, dass es mehr als einen Angreifer gibt.
Es ist möglich, dass der Einsatz von Waffen (Stich, Hieb- oder Schusswaffe) stattfindet.
Es ist möglich, dass man von der Seite, von Hinten oder aus einem Hinterhalt attackiert wird.
Es ist möglich, dass ich in einer Gefahrensituation Freunde oder Familienangehörige schützen muss.
Eine Gefahrensitation kann in unterschiedlichen Umwelten (Parkhaus, Disco, Bar o.ä) mit folglich unterschiedlichen Einflussfaktoren stattfinden.
Es gibt keine Regeln, nach den gekämpft wird.
Eine Konfliktsituation kann durch rechtzeitige Gefahrenerkennung und durch verbale Deeskalation vermieden werden.
 
Der Boxer kann also hervorragend mit den Fäusten schlagen, weiß aber nicht, wie er sich wehren soll, wenn er in einem Kampf auf dem Boden verwickelt wird.
Ein Judoka kann blitzschnell Würfe durchführen, weiß aber nicht wie er sich wehren soll, wenn er in einen Faustkampf verwickelt wird.
Ein MMA Kämpfer ist ein gefährlicher Fighter im Stehen, als auch am Boden. Der MMA Kämpfer weiß aber nicht, wie er sich wehren soll, wenn er mit einem Messer bedroht wird, oder wie er mit “unerlaubten” Schlägen (zum Unterleib, Knie, Augen o.ä) umgehen soll.
Nach dem SAID Prinzip ist man folglich und logischerweise in dem Bereich gut, welchen man trainiert. Umgekehrt bedeutet es aber auch, dass ich Defizite in dem Bereich aufweise, welchen ich nicht trainiere.
 
Fazit:
Diese Kampfsportart, welche alle der aufgezeigten Aspekte einer Selbstverteidigungssituation berücksichtigt und zielorientiert trainiert, diese eignet sich auch zur Selbstverteidigung auf der Straße, der Schule oder im Nachtleben.

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